Geballte Kompetenz zur digitalen Transformation

3DEXPERIENCE TECHNIA SOFTWARE

Selbst das Wetter spielte mit. Bei Sonnenschein trafen die 70 Teilnehmer in Ettlingen in der Buhl´schen Mühle ein. Vor über 500 Jahren als Papiermühle errichtet, fungiert diese heute als Tagungszentrum und Industriedenkmal. Und das gab nicht nur eine prächtige Kulisse für die Veranstaltung ab. Bei seiner Begrüßung betonte TECHNIAs Geschäftsführer Rolf Wiedmann auch den gewissen Anachronismus, den die Location an diesem Tag barg, denn im Hauptgebäude aus dem Jahr 1791 fand das TECHNIA PLM Innovation Forum 2019 statt. Im Gemäuer aus der ersten industriellen Revolution wurden nun also topaktuelle Themen der digitalen Transformation behandelt.

„Manchmal kann man von anderen Branchen mehr lernen als von der eigenen“

In der folgenden Einführung präsentierte denn auch CEO Jonas Gejer TECHNIA als Platin Partner von Dassault Systémes für Vertrieb und Implementation, aber auch als Partner zur Entwicklung von intelligenten Add-Ons für die 3DEXPERIENCE-Plattform.  Dabei hob er auch die Synergien hervor, die durch den Austausch nicht zuletzt bei solchen Foren entstehen. „Manchmal kann man von anderen Branchen mehr lernen als von der eigenen“, beschrieb er die Bedeutung der Vernetzung von Wissen und Know-how. Es geht schließlich in allen Bereichen darum, den Wert der Digitalisierung und der Durchgängigkeit der Prozesse zu realisieren.

Aktuelle Kundenerfahrungen auf dem Weg der digitalen Transformation

Und dass das keineswegs nur Thesen sind, das machten die folgenden beiden Vorträge deutlich. Zunächst erläuterte Marcel Liening, PLM Solution Architect bei der Meyer Werft, wie das Unternehmen mit PLM seine Informationsflüsse so strukturiert hat, dass der Austausch von 3D-Daten sowie von Metadaten auch über drei Standorte hinweg zu einer exakteren und effizienteren Planung und Konstruktion geführt hat – was mit dem Hinweis, dass bei einem Schiff nun rund 600 Millionen Teile auf einer Plattform hinterlegt sind, beeindruckend anschaulich wurde.

Anschließend berichtete Alexander Kern, Product Owner „Geometrische Entwicklung“ bei der BMW Group, wie die agile Transformation in seinem Konzern umgesetzt wird. Vom bislang gängigen Top-Down-Methode hat man die Vorgehensweise auf das BMW Agile Working Model umgestellt, sodass nun auch Entscheidungen in der Entwicklung auf Teamebene getroffen werden, indem der Rahmen geschaffen wurde, um alle Teams am Prozess zu beteiligen. Als zentrale Plattform fungiert dabei myPLM, auf der von München aus 73 Applikationen mit 1200 Variablen und 1600 CAT-Settings für 30 Produktionsstandorte in 14 Ländern von München aus administriert werden. Bei der BMW Group hat sich das neue System bewährt, doch unterstrich Kern auch die Bedeutung eines entsprechenden Change Managements und der damit verbundenen Kommunikation: „Ohne ein entsprechendes Mindset bei den Mitarbeitern funktioniert Agilität nicht“, fasste er zusammen. Was am Anfang einen Mehraufwand darstelle, zahle sich aber später eindeutig aus.

Den Vormittag schlossen Martin Nölle und Achim Simon von TECHNIA mit einem Round Table zum Systems Engineering ab, die in der derzeitigen digitalen Transformation den eigentlichen Paradigmenwechsel sehen. Dabei gingen sie auch auf die Cloud-Technologie ein, die zunehmend selbst in großen Unternehmen eingesetzt wird.

Ab in die Praxis: 3DEXPERIENCE Add-Ons, Datenqualität in CATIA, 3D Master, myPLM

Der Nachmittag stand dann mit vier unterschiedlichen Tracks voll und ganz im Zeichen der Produkte und Lösungen von TECHNIA, und zwar sowohl mit Experten aus dem eigenen Hause wie auch aktiven Anwendern von Kundenseite. Damit wurden die Bälle vom Vormittag quasi in kleineren Gruppen wieder aufgenommen. Darunter eine Einführung in die Welt von 3DEXPERIENCE sowie eine Präsentation der Lösungen Q-Checker und xCompare zur Steigerung Datenqualität und Validierung in CATIA. In einem User Meeting zu myPLM stellte Bernd Planitz, System Administrator Sales & Engineering IT bei Autoliv, den Einsatz der Plattform in seinem Unternehmen dar. In einem Arbeitskreis wurde der Ansatz für 3D Master erläutert und ergänzt durch einen Bericht aus der Praxis von Jan Steinhauser, Team Manager R&D Computer Aided Technologies bei der B.Braun-Sparte Aesculap.

Zum Ende der Veranstaltung gab es dann unter den Teilnehmern den angeregten Austausch über die Themen des Tages auf dem PLM Innovation Forum 2019. Jeder hat für sich etwas mitgenommen, das wurde deutlich. Und manchmal kann man von anderen Branchen ja auch mehr lernen als von der eigenen…

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