Raten Sie mal, wie viele Teile ungefähr in einem neuen Airbus A380 verbaut werden? .... Vier Millionen.

Vier Millionen Teile, die von über 1500 Herstellern bezogen werden. Kein Wunder, dass die Automobil- und Luftfahrtindustrie als erste PLM einsetzte. Ein unglaublich komplexer Entwicklungszyklus – ohne strenge Richtlinien und Prozesse sowie eine klare Strategie führt dies unweigerlich ins Chaos.

Umso beunruhigender ist es, dass viele Unternehmen nicht so recht wissen, was PLM überhaupt ist, wie PLM funktioniert und worauf es ankommt, um das Beste aus ihrem Entwicklungszyklus herauszuholen. Dabei sollte man bedenken, dass die Produktentwicklung generell immer komplexer wird, dass die Teams immer mehr auf verschiedene Abteilungen und Standorte verteilt sind, dass Zusammenarbeit immer wichtiger und die Vorschriften immer strenger werden und dass jeder Produktivitätsverlust für ein wettbewerbsorientiertes Unternehmen katastrophal sein kann.

Sicher sind die Teams erst einmal begeistert von der Implementierung von PLM, aber diese Begeisterung kann schnell verfliegen, wenn man keine realistischen Erwartungen hat. Ihre Kollegen werden vielleicht bald entmutigt sein, wenn sie feststellen, dass nicht alles vollständig integriert ist, das System nicht auf Anhieb funktioniert oder nicht alle Altdaten über Nacht migriert wurden.

Unterdessen wird die IT-Abteilung schnell frustriert sein, wenn Sie ihr keine klare Einweisung geben können oder wenn Sie Ihr PLM einfach als eine Erweiterung betrachten und nicht als eine völlig neue Herangehensweise.

Wie kann man vermeiden, dass es so kommt? Dazu muss man erst einmal wirklich verstehen, was PLM eigentlich ist.

Hier sind drei Dinge, die Sie wirklich über das Product-Lifecycle-Management wissen müssen:

1. PLM ist ein System

Während seines Lebenszyklus durchläuft ein Produkt typischerweise vier Phasen: Konzept, Design, Produktion und Wartung.
Der Produktlebenszyklus beginnt mit einem grundlegenden Konzept oder einer Idee. Hier werden neue Produktideen ausgelotet und die vielversprechendsten ausgewählt, um sie zu entwickeln.
Während dieser Entwicklungsphase werden Produktdesigns erarbeitet, Materialien ausgewählt und sowohl virtuelle als auch reale Prototypen erstellt und getestet, bis sie den jeweiligen Einsatzbedingungen entsprechen (z.B. Spannungsanalyse).

Nachdem das Design abgeschlossen ist, beginnt die Produktherstellung. Materialien werden beschafft, Einzelteile gefertigt und montiert. Das Produkt wird auf seine Qualität getestet und auf den Markt gebracht.

Das ist aber noch nicht das Ende der Geschichte. Unternehmen sammeln weiterhin Rückmeldungen über das Produkt, um es auch für die Zukunft zu erhalten und weiter zu optimieren.

PLM beschränkt sich also nicht nur auf ein Glied in der Kette. Es ist die Kette, der gesamte Prozess und Zyklus des Produktdesigns.
Bei richtiger Anwendung hilft es geografisch verstreuten Führungskräften bei der Zusammenarbeit und Einzelpersonen aus dem gesamten Unternehmen, effizienter und produktiver zu werden, komplexe Abläufe besser zu visualisieren und dafür zu sorgen, dass keine Informationen nach außen gelangen. Mit der Hilfe von PLM können Sie auch feststellen, ob ein Produkt erfolgreich in die nächste Entwicklungsstufe übergegangen ist, ob es zu Verzögerungen kommen könnte und wie Sie den Materialbestand planen können.

2. PLM ist ein Werkzeug

…. Oder besser gesagt, es ist ein ganzer Werkzeugkatalog, der beim Durchlaufen der verschiedenen Entwicklungsphasen gezielt und wirkungsvoll das jeweils richtige Tool für Ihr Produkt bereithält.
Zum Beispiel:
Mit den Tools für Computer Aided Design (CAD) können Sie parametrische Modelle erstellen, die bei Bedarf schnell angepasst werden können.
Mit den CAE-Tools (Computer Aided Engineering) können Sie Ihr Design in virtueller, realistischer Umgebung simulieren und testen. Computer Aided Manufacturing (CAM)-Tools ermöglichen die virtuelle Fertigung und versetzen Ingenieure in die Lage, eventuelle Fertigungsprobleme noch vor dem Bau einer Produktionsstätte zu erkennen.

Einige der heute auf dem Markt erhältlichen PLM-Systeme bieten Single-Sign-On-Zugriff auf mehrere CAD-, CAE- und CAM-Tools. Auf diese Weise werden Produktivität und Effizienz verbessert, da in den einzelnen Phasen der Produktentwicklung von verschiedenen Personen an den gleichen Daten gearbeitet wird.

Die Single-Sign-On-Plattform fungiert auch als zentrale Datenbank und vermeidet die Doppelung von Daten. Alle mit der Plattform verbundenen Personen können jederzeit auf die neuesten Daten zugreifen, und ihre Änderungen sind sofort für alle anderen Personen im Unternehmen verfügbar. Auf diese Weise können die Beteiligten Änderungen überprüfen und verifizieren und das Produkt so auf die nächste Stufe seines Lebenszyklus heben.

3. PLM ist eine Chance

Wenn Sie voll und ganz auf Ihren PLM-Rollout setzen, müssen Sie aber auch die Spinnweben von Ihrem Datenspeicher entfernen, aufgeblähte und unnötige Prozesse beseitigen und Ihre Ressourcen besser nutzen.
Dabei geht es nicht einfach nur um eine „Business Function“, sondern um eine grundlegende Umstellung der Arbeitsabläufe, eine Optimierung des Produktlebenszyklus, eine Steigerung der Produktivität Ihres Unternehmens und die Schaffung besserer Möglichkeiten für Kollegen, ihre Ideen zu teilen und zu entwickeln. Denken Sie in großen Dimensionen und Sie könnten den Weg für eine Vielzahl neuer Möglichkeiten in Ihrem Unternehmen ebnen.

Schlussgedanken……

PLM ist nur dann beängstigend, wenn man nicht weiß, wie man es einsetzt. Wenn Sie einmal verstanden haben, was PLM ist, wozu es in der Lage ist, aber auch, was es von Ihnen verlangt, werden Sie die Implementierung Ihres Product-Lifecycle-Managements als reibungslosen Prozess erleben.

Allerdings muss von Anfang an geklärt sein, was Sie von Ihrem PLM erwarten. Da ist es oft am besten, mit einem Top-Anbieter zusammenzuarbeiten, der ein echter Partner auf Ihrer PLM-Reise wird. Er wird erkennen, welche Werkzeuge und Prozesse Ihnen am besten helfen und wie Ihr System strukturiert werden kann, um all diese faszinierenden Möglichkeiten in die Realität umzusetzen.

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