Covid-19: Warum Unternehmen während dieser Zeit die Digitalisierung vorantreiben

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Die Digitalisierung sorgt dafür, dass Millionen von Menschen weiterhin arbeiten können - von zu Hause aus.

Die Digitalisierung sorgt dafür, dass Millionen von Menschen weiterhin arbeiten können - von zu Hause aus.

Für viele Unternehmen ist dies eine Zeit der Ungewissheit. Angesichts von unterbrochenen Lieferketten, Betriebsschließungen und Millionen von Menschen im Homeoffice blicken die OEM (Erstausrüster) in eine unsichere Zukunft.

Umso erfreulicher ist es, zu beobachten, wie der Erfindergeist der Industrie wiederauflebt. Unternehmen passen über Nacht ihre Produktion an, stellen von Getränken auf Desinfektionsmittel und von Staubsaugern auf Atemschutzgeräte um.

Dennoch hat eine kürzlich durchgeführte Umfrage gezeigt, dass viele Unternehmen im Zuge der Bewältigung der derzeitigen Schwierigkeiten zunehmend besorgt über die Nachwirkungen dieser Situation sind. Wie also passen sich Unternehmen in dieser beispiellosen Zeit der agilen Produktion an?

Ein Blick in die Zukunft des Remote-Arbeitens?

Unternehmen, die die Prozesse bereits digitalisiert und Strategien für das Remote-Arbeiten eingeführt haben, bereitet der gegenwärtige Wandel der Arbeitskultur logistisch vielleicht keine allzu großen Schwierigkeiten. So dauerte es bei TECHNIA weniger als eine Woche, bis die 32 Standorte weltweit mit minimalen Unterbrechungen den Betrieb wieder aufnehmen konnten.

Aber unser Hauptgeschäft ist Digitalisierung und unsere Kunden sind in dieser schwierigen Zeit auf unsere Unterstützung angewiesen. Wie wirkt sich also diese veränderte Situation auf Unternehmen aus, die nicht so gut darauf vorbereitet waren, sich so plötzlich der Herausforderung der Digitalisierung zu stellen?

Lunux Zitat Dassault Systèmes

Lunux Zitat von Herrn Möller zum Thema 3DEXPERIENCE on Cloud

Fast alle Hersteller werden den Zugang zu den Produktionsstätten auf die wichtigsten Mitarbeiter beschränken, während sie einen gestaffelten Schichtbetrieb planen und strenge Hygienevorkehrungen einführen. Manager- und Technikerteams sind dagegen auf den Zugriff über ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) angewiesen, um wichtige Daten zu überwachen und die Betriebsabläufe kontrollieren zu können.

In einem größeren Unternehmen stellt die Einrichtung eines VPN-Zugangs jedoch einen erheblichen Aufwand dar. Und ungeplante Ausfallzeiten können schnell unkontrollierbar werden. Dies wird einigen Herstellern die Bedeutung der Digitalisierung sehr klar vor Augen geführt haben.

Inwiefern sind die Lieferketten von Covid-19 betroffen?

China ist seit einer Weile die erste Adresse für die Lieferung von elektrischen Geräten, Anlagen und vielem mehr. Zum Glück hatten einige globale Hersteller bereits vor den ersten Berichten über die Abriegelung ganz Chinas die Weitsicht, vor dem chinesischen Neujahrsfest die Warenlager aufzufüllen. Jetzt, da China seine Grenze so langsam wieder öffnet, zeigen die Frachtraten bereits Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung.

Während das Leben in China zur relativen Normalität zurückkehrt, können wir uns darauf einstellen, dass sich für die Arbeitskultur weltweit einige entscheidende Veränderungen ergeben werden. So hat sich beispielsweise gezeigt, dass e-Commerce (elektronischer Handel), Remote-Arbeiten und virtuelle Klassenzimmer gut funktionieren und auch in größerem Maßstab durchführbar sind.

Die Auswirkungen auf einige große Versorgungsketten haben jedoch die grundlegenden Schwierigkeiten bei der regionalen Versorgung offengelegt. Um die Sicherheit unserer Industrieproduktion zu gewährleisten, ist wahrscheinlich eine Verschiebung von der Globalisierung hin zur Regionalisierung erforderlich. Die aktuellen Umstände haben noch einmal verdeutlicht, in welchem Maße globale Fertigungsprozesse auf Lieferungen aus China angewiesen sind.

Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf die Arbeitsplätze?

In den letzten hundert Jahren haben Maschinen viele Aufgaben übernommen, die früher von Hand ausgeführt wurden. Und meistens hat man sich dabei um die Verlagerung von Arbeitsplätzen gesorgt.

Es ist jedoch erwiesen, dass die Technologie mehr Arbeitsplätze geschaffen als vernichtet hat. Heute werden in einer Art Dominoeffekt kognitive Fähigkeiten, Soft Skills und Flexibilität immer wichtiger. Dank der Technologie, die Routinearbeit ersetzt und zwischen 1999 und 2016 über 23 Millionen Arbeitsplätze in ganz Europa geschaffen hat, können mehr Menschen als je zuvor aus der Ferne (Remote) arbeiten.

Dieser Wandel in der Arbeitswirtschaft ist nur ein Teil einer größeren Verschiebung in der industriellen Welt. Für eine innovative Fertigung sind nun Daten und die Datenanalyse die entscheidenden Faktoren. Die Produktentwicklung orientiert sich direkt an der Verbrauchernachfrage. Skalierbarkeit und Wachstum von Unternehmen hängen nicht mehr von den physischen Voraussetzungen ab, sondern von den digitalen.

Digitaler Fortschritt nur mit den Menschen

Der eigentliche Fortschritt hinter der Digitalisierung liegt darin, Mitarbeitern und Verbrauchern mehr Kompetenzen und Einfluss zu geben. Der technologische Fortschritt sorgt für eine weiter steigende Lebenserwartung, ermöglicht einen besseren Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung und schafft sicherere, besser bezahlte Arbeitsplätze für Arbeitnehmer in immer mehr Bereichen. Gegenwärtig sorgt die Digitalisierung dafür, dass Millionen von Menschen weiter Arbeit haben, von zu Hause aus.

 

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