Produktionsunternehmen sind gefordert, sich stetig anzupassen: An Kundenwünsche, Gesetze und Richtlinien, Qualitätsvorgaben und den technischen Fortschritt. Das alles unter Zeit- und Kostendruck, um sich in einem globalisierten Markt behaupten zu können. Doch wie gehen diese sich widersprechenden Anforderungen zusammen? Ein ausgeklügeltes Product-Lifecycle Management ist die Antwort.

Weiter auf dieser Seite: Inhalt PLM-Ratgeber:

Was ist PLM?
PLM Guide 2021
Die Phasen des Produktlebenszyklus
Der Nutzen einer PLM-Plattform
PLM-Systeme im Anbieter-Vergleich
FAQ zu PLM

Benutzerfreundlichkeit bei Honeywell

Eine globale PLM-Einführung in der Automobilindustrie - eine Erfolgsgeschichte

Erfahren Sie wie Honeywell mit seiner PLM-Einführung erfolgreich wurde.

PLM – eine Software?

PLM ist aber nicht einfach nur eine Software. PLM ist ein ganzheitlicher Ansatz für die Produktentwicklung. PLM erfasst jeden Aspekt des Lebenszyklus eines Produkts – von der Idee bis hin zum Recycling.

PLM-Plattformen sind zusammenhängende Softwareeinheiten, die Menschen, Prozesse und Daten zusammenführen. Sie schaffen eine nahtlose Umgebung für die Zusammenarbeit und machen die Produktentwicklung einfach, erfolgreich und nachhaltig. Aber die Plattform selbst ist nur eine Reihe von Instrumenten, die unterschiedliche Teams in den einzelnen Unternehmen in ihren individuellen Rollen unterstützen.

Definition: Was ist PLM?

Product-Lifecycle-Management beschreibt einen Ansatz zur unternehmensweiten Verwaltung, Organisation und Steuerung aller Produktdaten und Prozesse, die über den gesamten Produktlebenszyklus anfallen. Jedes Produkt durchläuft bestimmte Phasen seines Lebens.

Dieser Produktlebenszyklus umfasst in der Regel folgende Phasen:

Infografik zu Was ist PLM

  • Innovation & Design
  • Produktentwicklung
  • Daten-Management und Simulation
  • Fertigung & Montage
  • Marketing & Vertrieb
  • Service & Instandhaltung
  • Demontage & Recycling
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Der PLM-Guide 2021

Ein kurzer Leitfaden zu Product-Lifecycle-Management (PLM).

Die Phasen des Produktlebenszyklus

Innovation & Design

Der Produktlebenszyklus beginnt mit einem grundlegenden Konzept oder einer Idee. Hierbei werden neue Produktideen sondiert und die vielversprechendsten für die Weiterentwicklung ausgewählt.

Produktentwicklung

Zur Designphase der Produktentwicklung gehören eine Reihe von Ingenieurbereichen. In dieser Entwicklungsphase werden die Produktentwürfe ausgereift, Materialien ausgewählt und sowohl virtuelle als auch reale Prototypen zu Testzwecken erstellt.

Daten-Management & Simulation

Die CAD-Datenverwaltung bietet Unternehmen einen einfachen Zugriff auf detaillierte Informationen zum Produktdesign, wobei aktuelle und historische Designversionen optimal genutzt werden können. Als nächstes werden mittels Validierungs-, Simulations- und Optimierungswerkzeugen verschiedene Produkttests durchgeführt.

Fertigung und Montage

Nachdem der Entwurf fertiggestellt ist, beginnt die Produktionsphase. Diese hängt von den Werkzeugen und Methoden ab, die zur Herstellung des Produkts verwendet werden. PLM-Tools wie z.B. die Produktionsplanung ermöglichen es Unternehmen, agilere und effizientere Produktionsprozesse zu entwickeln.

Marketing & Vertrieb

Anschließend wird eine Marketingstrategie entwickelt, um Ihre Hauptzielgruppe zu bestimmen. Verschiedene Kommunikationswege und -methoden werden angewandt, um Ihre einzigartige Produktvision zu vermitteln. PLM-Systeme bieten dabei ein umfassendes Instrumentarium, um Marketing-Teams bei der Markteinführung Ihres Produkts zu unterstützen

Service

Aber damit ist es noch nicht getan. Die Unternehmen sammeln weiterhin Feedback zum Produkt, um zukünftige Produktversionen zu warten und zu optimieren. Denn diese wertvollen Daten geben Aufschluss über die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Produkts in der Praxis.

Instandhaltung

Wartungs-, Reparatur- und Arbeitswerkzeuge ermöglichen es Ihnen, Ihren Kunden den notwendigen Service zu bieten. Und diese Informationen können dann auch gleich genutzt werden, um Ihr Produkt auf die nächste Phase seines Lebenszyklus vorzubereiten.

Demontage & Recycling

PLM-Plattformen ermöglichen es Unternehmen, an der Kreislaufwirtschaft teilzuhaben und den Wert innerhalb des Produktlebenszyklus zu erhalten. Denn sie stellen die erforderlichen Instrumente bereit, um den Herstellungskreislauf zu schließen. PLM kann Ihnen sogar dabei helfen, Komponententeile Ihres Produkts am Ende seines Lebenszyklus zu recyceln, wiederzuverwenden und einem neuen Zweck zuzuführen.

Der Nutzen einer PLM-Plattform

Product-Lifecycle-Management-Plattformen bieten Lösungen für eine Reihe von Fachbereichen – Konstruktion und Design, Fertigung, Simulation und mehr. Und da jeder dieser Bereiche verschiedene Spezialgebiete umfasst, ist es sinnvoll, für sie spezielle Software-Werkzeuge bereitzustellen.

So kann eine PLM-Plattform beispielsweise Computer-Aided Design (CAD) Software wie CATIA oder SOLIDWORKS mit Computer-Aided Manufacturing (CAM) Software wie DELMIA verbinden. Das Netzwerk der PLM-Plattform verbindet letztendlich alle Anwendungen, Werkzeuge und Softwarelösungen, die für den Einsatz in Verbindung mit Ihrer PLM-Plattform verfügbar sind.

Das bedeutet, dass jeder Datenpunkt, der das Produkt betrifft, live aus einer einzigen verlässlichen Informationsquelle (single source of truth) übermittelt wird. Jedes Teammitglied, wo auch immer es sich befindet, hat Zugang auf dieselben Daten und kann diese Daten in Echtzeit aktualisieren, überarbeiten und diskutieren. PLM-Plattformen bieten also ein zusammenhängendes Netzwerk oder Ökosystem, in dem Ihr Unternehmen, Ihre Kultur und Ihr Geschäftsmodell effizient zusammenarbeiten und entfalten können.

Dies kann sich auf Produkte beziehen, die vom Plattformanbieter oder von mit ihm zusammenarbeitenden Entwicklungspartnern entwickelt und verwaltet werden. Zum Beispiel ist die Experience Packaged Suite von TECHNIA-Software Teil des 3DEXPERIENCE Plattform-Netzwerkes – dies sind Werkzeuge und Anwendungen, die die 3DEXPERIENCE Plattform ergänzen.
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Die Hersteller von Produkten oder Dienstleitungen profitieren in mehrfacher Hinsicht von der Arbeit innerhalb eines PLM-Plattform-Ökosystems. Diese variieren von Branche zu Branche. Es gibt jedoch drei Hauptgründe, wie die Einführung einer PLM-Plattform für jedes Unternehmen von Vorteil sein könnte.

Erstens bringen PLM-Plattformen Menschen, Prozesse und Daten zusammen. Das bedeutet, dass das geistige Eigentum (Intellectual Property, IP) Ihres Unternehmens zentralisiert ist und allen zulässigen Benutzern jederzeit zur Verfügung steht. Dadurch wird sichergestellt, dass die gesamte Kommunikation und alle Aktivitäten, die Ihr Produkt betreffen, so aktuell und effizient wie möglich sind.

Zweitens können Sie durch die Investition in eine PLM-Plattform je nach Bedarf Bereiche Ihres Unternehmens erweitern oder optimieren. Dies ist mit PLM-Plattformen in der Cloud leichter zu erreichen, da Anwendungslizenzen je nach Bedarf zur Verfügung gestellt werden können.

Drittens ermöglicht die Arbeit innerhalb einer gemeinsamen PLM-Plattform die einfache Zusammenarbeit mit Zulieferern. Das bedeutet, dass Ihren Zulieferern ebenso einfach Zugang zu relevanten Live-Daten gewährt werden kann wie Ihren eigenen Teams. Einfach ausgedrückt: Sie teilen die Vorteile Ihrer PLM-Plattform mit den Unternehmen, mit denen Sie zusammenarbeiten.

Die wichtigsten Vorteile eines PLM-Systems

Die Anschaffung eins PLM-Systems lohnt sich in jedem Fall. Nur so kann ein integrer und jederzeit aktueller Datenbestand sichergestellt und Dateninkonsistenzen vermieden werden. Doch auch finanziell macht sich die Investition in ein PLM-System positiv bemerkbar.
Finanzielle Vorteile durch PLM
  • Die Zeit für Markteinführungen verringert sich, dadurch sind höhere Gewinne möglich
  • Die Kosten für Produktion und Lagerhaltung sinken
  • Anstatt dem Anfertigen von Prototypen werden virtuelle Modelle gefertigt und mit ihnen die komplette Produktion virtuell durchlaufen
  • Materialverbräuche werden genauer erfasst und dadurch eingespart
  • Arbeitskräfte können gezielter und effizienter eingesetzt werden
  • Compliance-Verstöße werden weniger, da das System die automatische Einhaltung regelt
Zeitliche Vorteile durch PLM
  • Prozesse werden effizienter (z. B. verringern sich Durchlaufzeiten, außerdem Zeiten, um Fehler und Probleme zu beheben)
  • Dadurch, dass alle Informationen zu einem Produkt gesammelt im gleichen System vorliegen, profitieren alle Anwender von der schnelleren Auffindbarkeit – ob interne Mitarbeiter, Partner oder Zulieferer
  • Weiterhin können die Konformität mit Kundenanforderungen und die Produktperformance über den gesamten Lebenszyklus besser nachverfolgt werden. Das alles schlägt sich dann auch nieder in einer insgesamt höheren Kundenzufriedenheit.

PLM ist ein ganzheitlicher Ansatz

Wir behaupten, dass PLM Menschen, Prozesse und Daten zusammenführt. Denn PLM ist mehr als jede einzelne Phase des Produktlebenszyklus. Es gewährleistet, dass wertvolle, zuverlässige Daten den richtigen Personen zugänglich gemacht und für den richtigen Prozess angewendet werden. Ganz gleich, wo, wann und wie diese Daten benötigt werden.

Wenn PLM also richtig eingesetzt wird, unterstützt es die unternehmensweite, globale Zusammenarbeit. Eigentlich unterstützt PLM sogar die Zusammenarbeit außerhalb Ihres Unternehmens, z.B. hinsichtlich des Supplier-Chain-Managements (Wertschöpfungs- oder Lieferketten-Managements).

Es hilft Einzelpersonen und Teams in Ihrem Unternehmen dabei, effizienter zu werden, komplexe Prozesse besser zu visualisieren und die Sicherheit des geistigen Eigentums (IP) zu gewährleisten.

Es kann Ihnen sogar dabei helfen, festzustellen, ob ein Produkt erfolgreich zwischen den Entwicklungsphasen hin- und herbewegt wurde. Ob es möglicherweise zu Verzögerungen kommt und wie Sie Änderungen in jeglichem Entwicklungsabschnitt effizient planen können.

Wichtige Tipps bei der PLM-Einführung

Whitepaper „Wie Sie in 6 Schritten erfolgreich eine PLM-Lösung einführen“

Die Implementierung von Product Lifecycle Management bringt umfangreiche Änderungen in den Unternehmensabläufen mit sich. Das Whitepaper zeigt, welche 6 Schritte für die Einführung und den nachhaltig erfolgreichen Betrieb Ihrer PLM-Plattform entscheidend sind.

„Checkliste zur Auswahl und Einführung eines PLM-Systems“

Um Ihnen die Auswahl und Einführung eines PLM-Systems zu erleichtern, haben wir Ihnen diese Checkliste zusammengestellt, die als Orientierungshilfe dienen soll.

PLM ist eine nahtlose kollaborative Umgebung

PLM begleitet – gezielt und wirkungsvoll, mit den passenden Werkzeugen – Ihr Produkt auf dem Weg durch die verschiedenen Entwicklungsphasen. Beispielsweise können Sie mit CAD-Werkzeugen (Computer Aided Design) parametrische Modelle erstellen, die bei Bedarf schnell angepasst werden können.

Mit Hilfe von Computer Aided Engineering (CAE)-Werkzeugen können Sie Ihren Konstruktionsentwurf in einer virtuellen, realistischen Umgebung simulieren und testen. Computer Aided Manufacturing (CAM)-Werkzeuge ermöglichen eine virtuelle Produktion. Ingenieure können damit potenzielle Fertigungsprobleme identifizieren, bevor sie eine Produktionsanlage bauen.

Einige heute auf dem Markt erhältliche PLM-Systeme bieten Single-Sign-On-Zugriff auf mehrere CAD-, CAE- und CAM-Werkzeuge. Dies verbessert die Produktivität und Effizienz, da in jeder Phase der Produktentwicklung verschiedene Personen mit den gleichen Daten arbeiten können. Die Single-Sign-On-Plattform fungiert auch als zentrale Datenbank und vermeidet die Duplizierung von Daten. So kann jeder, der mit der Plattform verbunden ist, jederzeit auf die neuesten Daten zugreifen. Änderungen sind sofort für alle anderen Personen mit Zugriff verfügbar. Auf diese Weise können die Beteiligten Änderungen überprüfen und verifizieren und das Produkt in die nächste Phase seines Lebenszyklus überführen.

PLM ist ein sich verbesserndes System

Während seines Lebenszyklus durchläuft ein Produkt typischerweise vier Phasen: Konzept, Design, Produktion und Wartung.

Der Produktlebenszyklus beginnt mit einem grundlegenden Konzept oder einer Idee. Hier werden neue Produktideen ausgelotet und die vielversprechendsten ausgewählt, um sie zu entwickeln. Während dieser Entwicklungsphase werden Produktdesigns erarbeitet, Materialien ausgewählt und sowohl virtuelle als auch reale Prototypen erstellt und getestet, bis sie den jeweiligen Einsatzbedingungen entsprechen (z.B. Spannungsanalyse). Nachdem das Design abgeschlossen ist, beginnt die Produktherstellung. Materialien werden beschafft, Einzelteile gefertigt und montiert. Das Produkt wird auf seine Qualität getestet und auf den Markt gebracht.

Das ist aber noch nicht das Ende der Geschichte. Unternehmen sammeln weiterhin Rückmeldungen über das Produkt, um es auch für die Zukunft zu erhalten und weiter zu optimieren.

PLM beschränkt sich also nicht nur auf ein Glied in der Kette. Es ist die Kette, der gesamte Prozess und Zyklus des Produktdesigns. Bei richtiger Anwendung hilft es geografisch verstreuten Führungskräften bei der Zusammenarbeit und Einzelpersonen aus dem gesamten Unternehmen, effizienter und produktiver zu werden, komplexe Abläufe besser zu visualisieren und dafür zu sorgen, dass keine Informationen nach außen gelangen. Mit der Hilfe von PLM können Sie auch feststellen, ob ein Produkt erfolgreich in die nächste Entwicklungsstufe übergegangen ist, ob es zu Verzögerungen kommen könnte und wie Sie den Materialbestand planen können.

PLM ist eine Chance

Wenn Sie voll und ganz auf Ihren PLM-Rollout setzen, müssen Sie aber auch die Spinnweben von Ihrem Datenspeicher entfernen, aufgeblähte und unnötige Prozesse beseitigen und Ihre Ressourcen besser nutzen.

Dabei geht es nicht einfach nur um eine “Business Function”, sondern um eine grundlegende Umstellung der Arbeitsabläufe, eine Optimierung des Produktlebenszyklus, eine Steigerung der Produktivität Ihres Unternehmens und die Schaffung besserer Möglichkeiten für Kollegen, ihre Ideen zu teilen und zu entwickeln. Denken Sie in großen Dimensionen und Sie könnten den Weg für eine Vielzahl neuer Möglichkeiten in Ihrem Unternehmen ebnen.

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PLM ist die Voraussetzung für die digitale Transformation

Product-Lifecycle-Management ist heute die Basis für eine erfolgreiche digitale Transformation des Unternehmens: Erst wer aktives PLM betreibt, ist überhaupt in der Lage, seine Wertschöpfungskette zu digitalisieren und zu automatisieren. Vom Konzept bis zum Ende der Laufzeit eines Produkts führt PLM Menschen, Produkte und Prozesse zusammen – und das global über Fachbereichs-, Standort- und Unternehmensgrenzen hinweg. Damit das gelingt, ist ein PLM-System vonnöten.

Warum es nicht ohne PLM geht

Gute Produkte, die ihre Kunden zufriedenstellen, für Absatz sorgen und immer wieder gekauft werden, entstehen nicht im stillen Kämmerlein, sondern im Austausch vieler verschiedener Menschen mit unterschiedlichsten Erfahrungen. Diese sitzen an den verschiedensten Standorten in den verschiedensten Ländern zusammen. Die Herausforderung ist, diesen Austausch zu kanalisieren, um immer die aktuellen Daten strukturiert miteinander zu teilen. Egal ob Entwickler, Konstrukteur, Einkäufer, Verkäufer oder Lieferant – alle müssen auf die gleichen Informationen zugreifen können. Ein PLM-System ist genau der zentrale Knotenpunkt, der alle Ressourcen an einer Stelle zusammenführt, die sogenannte „Single Source of Truth“. Bei der Auswahl einer Software gibt es jedoch einige Dinge zu beachten.

 

So finden Sie das geeignete PLM-System für Ihr Unternehmen! Auf folgende Funktionen sollten Sie die verschiedenen PLM-Softwarehersteller ausgiebig testen, um das größtmögliche Nutzenpotenzial für Ihr gesamtes Unternehmen auszuschöpfen:

1. Schnittstellen

Ohne passende Schnittstellen zu Ihren vorhandenen Systemen ist ein PLM-System nichts wert. Ihr PLM-System sollte Schnittstellen zu Ihren Produktdatenmanagement (PDM), Enterprise Resource Planning (ERP), Produktionsdaten (z. B. CAD,- CAE-Daten), Office-Werkzeugen und Multimedia haben, damit von diesem System als „Single Source of Truth“ alle Dateien geöffnet und weitergeleitet werden können.

2. Verlässliche Änderungs- und Freigabeverfahren

Wer bearbeitet gerade welche Datei? Kann gleichzeitig an einer Datei gearbeitet werden? Wer gibt Änderungen frei? In welcher Version liegt eine Datei vor? Um Inkonsistenzen und Dopplungen zu vermeiden, muss Ihre Software über ein verlässliches Datenmanagement verfügen.

3. Umfangreiche Suchfunktionen

Eine schnelle Suche mit vielen verschiedenen Filterfunktionen spielt eine große Rolle, wenn es darum geht, Zeit zu sparen. Vorbei mit unliebsamen E-Mails, die zwischen Ansprechpartnern hin und her geschickt werden müssen, um die aktuelle Version einer Datei zu finden.

4. Vorschaufunktion und Anzeige unterschiedlichster Dateiformate

Eine Vorschaufunktion, die Ihre verwendeten Dateitypen abbilden kann, ist nützlich, damit Sie sich schnell einen Überblick über die vorhandenen Dateien verschaffen können.

5. Rollen- und Rechtemanagement

Unterschiedliche Anwender können unterschiedliche Aufgaben und Berechtigungen im PLM haben. Mit einem ausgeklügelten Rollen- und Rechtemanagement ist sichergestellt, dass Informationen nur dahin gelangen, wo sie auch sein dürfen. Dies ist auch aus Compliance-Gesichtspunkten notwendig.

PLM-Systeme im Anbieter-Vergleich

Bei der Vielzahl an PLM-Systemen auf dem Markt ist es wichtig, dass Sie das finden, was zu Ihren Anforderungen passt. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Eigenschaften und Unterscheidungsmerkmale, damit Sie die passende Wahl für sich treffen können.

Die Auswahl eines PLM-Anbieters

Grundsätzlich lassen sich die verschiedenen PLM-Anbieter in folgenden Merkmalen unterscheiden:

  • Gibt es einen Branchenfokus?
  • Ist es eine Cloud- oder On-Premise-Lösung?
  • Funktioniert die Software unabhängig von bestimmten CAD-Systemen oder ist sie an Systeme ausgewählter Hersteller gebunden?
  • Aus welcher Historie ist die Software gewachsen? Gibt es dadurch Schwerpunkte in der Funktionalität?

Auswahlkriterien für einen PLM-Dienstleister

Bei der Entscheidung für einen PLM-Anbieter ist es wichtig, dass Sie nicht nur aktuelle Anforderungen im Blick haben, sondern auch berücksichtigen, wie zukunftsfähig dieser Anbieter ist bzw. wie zukunftsfähig Ihr Unternehmen mit der ausgewählten Lösung sein kann.

Folgende Kriterien sollten Sie im Detail anschauen:

Referenzen und Erfahrung aus der Branche

Prüfen Sie, ob Ihr gewünschter Anbieter bereits Projekte aus Ihrer Branche nachweisen kann. Auf diesem vorhandenen Know-how kann aufgebaut werden, wenn es um die Anpassung der Systeme auf Ihre Branche und Prozesse geht.

Abrechnung / Preismodell

On-Premise oder Cloud? Viele PLM-Anbieter haben auf Software as a Service umgestellt, bei dem Hardware, Betrieb und Wartungskosten durch einen regelmäßigen Mietpreis im Subscriptionmodell abgedeckt sind.

Offenheit und Integrationsfähigkeit

Es muss sichergestellt sein, dass das PLM-System mit Ihren bisherigen Autorenwerkzeugen, Ihrem ERP, CRM oder anderer Software reibungslos funktioniert und auch beliebig erweiterbar ist.

Benutzerfreundlichkeit

Ein System ist nur so gut, wie es auch Anwendung findet. Eine einfache und intuitive Bedienung ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn es um eine hohe Anwenderakzeptanz geht. Außerdem kann durch einfache Bedienbarkeit die Performance gesteigert und der Administrationsaufwand gesenkt werden.

Supportleistungen

Ihr Anbieter sollte auch nach der PLM-Einführung für Sie da sein. Prüfen Sie, inwiefern Sie Support erhalten werden. Bekommen Sie einen zentralen Ansprechpartner zugewiesen? Welche Verfügbarkeitszeiten gelten? Welche Qualität hat der technische Support? In welchem Zeitraum werden Anfragen bearbeitet?

Updates & Upgrades

Je nachdem, für welches Abrechnungsmodell Sie sich entscheiden, wird auch das Thema Updates und Upgrades unterschiedlich gehandhabt. Wenn Sie das Cloud-Modell wählen, sind i. d. R. alle Kosten für Änderungen und Aktualisierungen in der Software inbegriffen. Beim On-Premise-Modell können kostspielige und zeitaufwändige Änderungen auf Ihre hauseigene IT zukommen, die dafür sorgen muss, dass die neue Version mit der internen Infrastruktur weiterhin reibungslos kommuniziert.

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FAQ zu PLM

Was ist eine PLM-Plattform?

Eine PLM-Plattform kann man sich als digitale Umgebung vorstellen, die Menschen, Geschäftsprozesse, Software und Informationen integriert. Eine PLM-Plattform stellt Unternehmen die notwendige Infrastruktur zur Verfügung, um ein Produkt bzw. Dienstleistung – von der Idee bis hin zum Recycling – zu kreieren und realisieren. Dabei profitieren die Nutzer einer PLM-Plattform von Datenverfügbarkeit (in Echtzeit und immer aktuell, Single Source of Truth), einer nahtlosen disziplin- und standortübergreifenden Zusammenarbeit und einer einfachen Kommunikation. Eine CAD-Software ist automatisch mit CAM-Anwendungen verbunden, so dass jede einzelne Produktänderung dokumentiert und jedem Projektbeteiligten in allen Unternehmenssystemen zugänglich gemacht wird. Dadurch werden Arbeitsprozesse optimiert, Produktivität gesteigert und Innovationen beschleunigt.

Was ist der Unterschied zu einem PDM-System?

Ein Produktdaten-Management-System deckt nur einen kleinen Teil des Produktlebenszyklus ab, nämlich die Bereiche Entwurf und Konstruktion. In dieser Phase fallen Produktdaten in Form von Stammdaten, Stücklisten, CAD-Daten, Modellen, Teileinfos oder Fertigungshinweisen an. Ein PLM geht viel weiter und umfasst alle Phasen des Produktlebenszyklus. Allerdings lässt sich ein PDM in ein PLM einfach integrieren und dient damit als gutes Fundament für das PLM-System.

Gibt es Unterschiede bei PLM zwischen verschiedenen Branchen?

Nein, grundsätzlich sind PLM-Systeme branchenübergreifend ähnlich aufgebaut. Von den Vorteilen können alle Unternehmen profitieren.

Wie lässt sich ein PLM in die Geschäftsprozesse integrieren?

Viele Unternehmen haben vor der Integration eines PLM-Systems bereits ein ERP-System (Enterprise Resource Planning) im Betrieb. Es erscheint zunächst wichtiger, da darin die finanziellen und operativen Ressourcen des Unternehmens verwaltet werden. Letztendlich ergänzen sich beide Systeme. Die Gefahr, wenn ERP und PLM nicht zusammenarbeiten, bedeutet, dass Ihre Entwicklungsabteilung mit den falschen Produktdaten arbeitet und falsche Vorhersagen über die Entwicklung eines Produkts trifft, was letztendlich wieder Ihre gesamte Wertschöpfungskette verlangsamen wird.

Idealerweise werden beide Systeme zeitgleich implementiert, sodass Sie den größtmöglichen Nutzen aus Ihren Produkt- und Geschäftsdaten ziehen können.

Was ist „Agiles PLM“?

Ist von agilem PLM die Rede, ist damit gemeint, dass Änderungen am Produkt iterativ vorgenommen werden. Ähnlich wie in der Entwicklung von Software werden Produktionsprozesse nicht mehr von Anfang (Ideen- bzw. Entwurfsphase) bis Ende (Verkauf und Entsorgung) unveränderbar durchgeplant. Stattdessen setzt man auf kürzere und flexiblere Entwicklungszyklen, die es ermöglichen, zeitnah auf neue Begebenheiten zu reagieren. Das können z. B. Änderungswünsche seitens der Kunden sein, neue Qualitätsvorgaben durch neue Richtlinien oder unterbrochene Lieferketten, die die Verwendung von alternativen Materialien erforderlich machen.

Agiles PLM ist dem klassischen PLM, der „Wasserfall-Methode“ klar voraus: Bei der klassischen Entwicklungsmethode werden jegliche Konstruktionen erfasst und festgeschrieben, bevor die Konstruktion beginnt. Dem Kundenfeedback wird oft keine hohe Priorität eingeräumt. Damit laufen Produktionsprozesse oftmals weiter, obwohl sich die Rahmenbedingungen verändert haben. Dies führt dann zu Fehlproduktionen und erheblichen Kostensteigerungen, die im agilen Modell vermeidbar wären.

Mit einer PLM-Plattform, die alle Prozesse in der Produktentwicklung miteinander verbindet, ist agiles PLM möglich. Die zentrale Plattform, auf die alle Beteiligten jederzeit Zugriff haben, sorgt dafür, dass Fehlkonstruktionen vermieden werden und Änderungen berücksichtigt werden, sobald sie auftreten. Produkte haben dadurch einen längeren Lebenszyklus und bleiben im Konkurrenzkampf am Markt wettbewerbsfähig.

Wozu benötigt man eine PLM-Plattform?

Eine PLM-Plattform ist eine Palette aus Lösungen für verschiedene Unternehmensbereiche – von Konstruktion über Produktion bis zum Vertrieb und Marketing. Sie stellt dementsprechend jedem der Bereiche seine spezifischen Werkzeuge zur Verfügung. Die Stärke einer Plattform besteht nicht nur in der Anzahl der verfügbaren Tools, sondern in Ihrer Konnektivität. Die gleichen aktuellen Daten werden in allen Abteilungen genutzt und dienen als Grundlage für die Entscheidungsfindung.

Welche Vorteile hat eine PLM-Plattform?

Eine PLM-Plattform sichert eine enge Vernetzung von Nutzern, Informationen und Prozessen und eine effektive Zusammenarbeit und Kommunikation unter den Unternehmensbereichen und Standorten.

Eine PLM-Plattform ist niemals ein starres Gebilde, sie ändert sich mit den Unternehmens- und Marktanforderungen. Bestimmte Funktionen/Anwendungen können leicht hinzugefügt werden. Die Cloud-Fähigkeit der Plattform ist eine wichtige Voraussetzung für die Flexibilität und Agilität in der Zukunft.

Eine PLM-Plattform erleichtert nicht nur die interne Zusammenarbeit. Bestimmte Funktionen erlauben eine einfache Anbindung Ihrer externen Partner und Zulieferer. Mit dem integrierten Enterprise-Change-Management können z.B. Ihre Lieferanten frühzeitig in den Änderungsprozess involviert werden, um schneller zu reagieren.

Was ist ein PLM-System?

Ein PLM-System basiert auf eine PLM-Software. Erst durch die Anbindung an die wichtigsten Unternehmensanwendungen (ERP, CRM, PM) und die Vernetzung von Daten, Prozessen und Teams entlang des Produktlebenszyklus wird aus einer Software ein PLM-System.

Welche Aufgaben beinhaltet ein PLM-System?

Die Anzahl der Aufgaben/Funktionen variiert von System zu System. Diese sind grundlegende Aufgaben eines PLM-Systems:

CAx (CAD/CAE)-Datenmanagement / PDM
Ein PLM-System verwaltet verschiedene Arten von technischen Daten aus diversen Autorensystemen. Das Freigabe- bzw. das Versionsmanagement ist standardmäßig vorhanden.

Stücklisten-Management
Das Verwalten von Stücklisten gehört zu den wichtigsten PLM-Funktionen. Die Lösung muss nicht nur Konstruktionsstücklisten (eBOM), Fertigungsstücklisten (mBOM) sowie Servicestücklisten (sBOM) erstellen/ verwalten können, sondern bei Bedarf sie auch untereinander synchronisieren.

Änderungsmanagement / Change Management
Änderungsrelevante Informationen fließen automatisch in den Änderungsprozess ein, stehen allen Bereichen zur Verfügung und sorgen für komplette Nachvollziehbarkeit.

Konfigurationsmanagement
Die Variantenbildung von Produkten wird in einem PLM-System streng dokumentiert, damit eine lückenlose Änderungshistorie und die Versionsverwaltung gewährleistet werden können.

Qualitätsmanagement
Das integrierte QM sorgt für die Einhaltung aller Richtlinien und Normen, beugt Fehler vor und sichert die Herstellung hochqualitativer Produkte.

Worauf sollte man bei der Auswahl eines PLM-Systems achten?

Die Implementierung eines PLM-Systems ist ein richtungsweisendes Projekt, das langfristig unternehmensübergreifende Auswirkungen hat.

Folgende grundsätzliche Kriterien sollte man bei der Auswahl eines PLM-Systems unbedingt beachten:

  1. Das PLM-Funktionsumfang: Bildet das PLM-System Ihre Geschäftsprozesse ab? Gibt es eine PLM-Branchenlösung, die standardgemäß am besten Ihre Unternehmensprozesse abdeckt, ohne viel Customizing? Wie flexibel und skalierbar ist die Lösung?
  2. Zukunftsfähigkeit des PLM: Ihr PLM-System sollte mit Ihrem Unternehmen wachsen und sich weiterentwickeln können. Modularität und Offenheit des PLM-Systems gewährleisten Ihre Wettbewerbsfähigkeit in der Zukunft. Wählen Sie einen etablierten Softwarehersteller aus, der die Weiterentwicklung des Systems und regelmäßige Updates garantiert. Die Cloudfähigkeit des PLM-Systems bietet eine größere Flexibilität, Agilität und leichtere Skalierbarkeit.
  3. PLM-Partner: der ausgesuchte Provider soll starke Kompetenzen und Referenzen nicht nur auf Bezug des Systems, sondern auch in Ihrer Branche vorweisen. Außerdem muss ausreichend Kapazität für die Projektumsetzung garantiert werden.

Für welche Unternehmen lohnt sich ein PLM-System?

Der PLM-Ansatz findet seinen Ursprung in der Automobilindustrie. Inzwischen haben aber Unternehmen jeder Größe und aller Branchen die Vorzüge der ganzheitlichen unternehmensweiten Steuerung der Daten und Prozesse erkannt. Heutzutage wird PLM erfolgreich sowohl von Startups und KMUs als auch in global agierenden Konzernen angewendet. Denn nur mit vernetzten Teams, automatisierten Prozessen und einer digitalisierten Wertschöpfungskette lassen sich schnell Innovationen umsetzen.

Für welche Branchen/Anwendungen lohnt sich ein PLM-System?

Grundsätzlich herrscht in allen Branchen Druck, Produkte in immer kürzerer Zeit bei höherer Innovation herzustellen. Deswegen werden PLM-Systeme in unterschiedlichsten Branchen angewandt. Betrachtet man die finanzielle Seite, finden sich in den hoch spezialisierten Branchen Automobil und Luftfahrt die größten Investitionen bzw. Ausgaben in PLM.

Sehen Sie hier einen Ausschnitt über die verschiedenen Branchen und Anwendungsfelder der 3DEXPERIENCE Plattform (PLM-System von Dassault Systèmes):

Maschinen- und Anlagenbau

  • Beschleunigung der Entwicklung und Lieferung personalisierter Produkte
  • Vernetzung von Systemen, Personen und Daten, um unterschiedliche Fachbereiche zusammenzubringen, die gemeinsam Innovation voranbringen
  • Nutzung von Big Data, um die Rentabilität zu erhöhen
  • Aufbau einer nachhaltigen und verantwortungsbewussten Fertigung durch Kreislaufinnovationen

Hightech

  • Sicherstellung von Produktperformance und Compliance durch realistische Simulationen des Produkteinsatzes beim Kunden

Home & Lifestyle

  • Verkürzung der Markteinführungszeiten dank virtueller Techniken
  • Beseitigung von Silostrukturen, die einer Zusammenarbeit im Wege stehen
  • Digitalisierung interner Daten, um sie beim Launch auf weiteren Märkten besser wiederverwenden zu können

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