Während des Konstruktionsprozesses müssen Ingenieure regelmäßig entscheiden, ob ein neues Teil oder eine Änderung die Form-, Passform- und Funktionsanforderungen entspricht. Diese Methode betrifft sowohl Konstruktions- als auch Stücklisten-Komponenten. Um festzustellen, ob eine neue Teilenummer erstellt oder eine Änderung vor einer etwaigen Abwandlung vorgenommen werden soll, sollte der Ingenieur die FFF-Anforderungen berücksichtigen:

  • Form: Form, Größe, Abmessungen, Masse oder andere visuelle Parameter, die einen Artikel eindeutig charakterisieren. Es definiert das Aussehen des Teils oder Artikels. Manchmal spielen dabei auch Gewicht, Gleichgewicht und Masseschwerpunkt eine Rolle.
  • Fit: Fähigkeit eines Artikels, physisch mit allen anderen Komponenten verbunden zu werden. Dazu gehören auch Toleranzänderungen.
  • Function: Die Funktion bezieht sich auf die jeweilige(n) Aktion/en, die ein Objekt ausführen soll bzw. zu welchem Zweck es entwickelt wurde.

Wenn ein Ingenieur die vorgeschlagene Änderung einer Komponente bewertet, sollte er prüfen, wie sich die Änderung auf die Komponente auswirkt. Auf der Grundlage der Abwägung nach dem FFF-Prinzip hat der Ingenieur folgende Möglichkeiten:

  • Er kann eine neue Komponente mit einer neuen Teilenummer erstellen: 
    • Wenn Form, Fit oder Function von der vorgeschlagenen Änderung der Komponente beeinflusst wird, kann die Komponente nicht ausgetauscht werden. In diesem Fall sollte eine neue Komponente erzeugt werden. Das kann eine Weiterentwicklung oder eine Ableitung einer bestehenden Komponente sein, sollte jedoch eine neue Teilenummer bekommen. Neue Teilenummern sollten auch höheren Baugruppen zugewiesen werden, bis zu dem Punkt, in dem die Austauschbarkeit wieder hergestellt wird.
  • Er kann die Komponente überarbeiten: 
    • Wenn die vorgeschlagenen Änderungen Form, Fit oder Function nicht beeinflussen, reicht es in der Regel aus, diese Komponente zu überarbeiten. In diesem Fall würde die Teilenummer gleich bleiben.
    • Eine Änderung zur Verbesserung der Herstellbarkeit oder die Korrektur eines Fehlers würde beispielsweise einer Revision bedürfen.
    • Jede neue Revision muss mit den gesamten bisherigen Revisionen vereinbar sein.

In der Praxis ist es nicht bei jedem Anwendungsfall möglich, die Regeln zu befolgen. Die FFF-Methodik bietet jedoch ein einfaches, robustes Konzept, auf das man sich bei vielen Szenarien stützen kann.

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